Was ist Liebe überhaupt?

Was ist Liebe überhaupt

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Wer sie noch nicht gefunden hat, der sucht sie meist – die große Liebe. Doch was ist Liebe eigentlich?

Was genau Liebe ist, versuchen Gelehrte schon seit Jahrhunderten zu definieren. Fast jeder kann sie fühlen, aber kaum jemand umfassend beschreiben. Das Lexikon erklärt, Liebe ist die größtmögliche Zuneigung und Wertschätzung, die Menschen einander entgegenbringen können. Doch gilt das für die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind genauso, wie für die Liebe eines Herrchens zu seinem Haustier; beides sind verschiedene Arten von Liebe, die gleichwohl nichts mit dem Gefühl eines Liebespaares zu tun haben. Liebe muss also mehr sein, als bloße Zuneigung und Wertschätzung. Aber was?

Verliebtsein und die Liebe

Wer verliebt ist, ist glücklich, sehnt sich nach seinem Partner, mag an nichts anderes mehr denken. Nüchtern betrachtet, ist diese oft zitierte rosarote Brille schlicht ein biochemischer Prozess, nämlich das Ausschütten von Glückshormonen. Unser Körper wird dadurch in den Zustand eines Dauerhochs versetzt. Ein clevere Idee der Natur, die letztlich nur einem dient: den Fortbestand der Art zu sichern, Fortpflanzung und soziale Sicherheit durch lebenslange Bindungen zu ermöglichen. Doch eine so rationale Erklärung erscheint wenig befriedigend, das größte aller Gefühle rein wissenschaftlich zu erklären macht vor allem in der heutigen Zeit keinen Sinn mehr, wo lebenslange Bindungen zum Überleben eigentlich nicht mehr nötig sind und jeder auch gut allein klar käme. Warum leben dann aber doch so viele Menschen lieber gemeinsam?

Weil Liebe nicht nur aus Hormonen besteht. Verliebtsein und Liebe sind nicht dasselbe. Das Verliebtsein erleben wir zu Beginn einer Partnerschaft. Irgendwann stoppt unser Körper jedoch die Hormonflut, die Schmetterlinge im Bauch verfliegen und der Alltag kehrt ein. Wir sind nun nicht mehr verliebt, aber lieben wir uns jetzt?

Im Idealfall ja, denn Liebe ist ein tiefes Gefühl der Verbundenheit, das während der stürmischen Liebelei der Kennenlernphase entsteht. Wir wissen nun, wie unser Partner tickt und was wir an ihm haben. Und wir wissen, dass wir uns ohne ihn vermutlich schlechter fühlen würden. Wir lernen das Gemeinsame schätzen, eine der großen Säulen der Liebe. Liebe ist also Gemeinsamkeit und Verbundenheit. Beides können wir aber auch mit einem guten Freund teilen. Das muss also noch mehr sein.

Liebe bedeutet Geben und Nehmen

Wir lieben unseren Partner, weil er uns etwas gibt was wir brauchen; Geborgenheit, Zärtlichkeit oder Unterstützung zum Beispiel. Bekommen wir das nicht mehr, verwandelt sich unsere Liebe allmählich in Gleichgültigkeit oder gar Abneigung. Die Liebe zerbricht dann oder schläft ein. Bei vielen älteren Paaren ist das zu beobachten, die nur noch nebeneinanderher leben, weil sie sich gegenseitig nichts mehr zu geben haben. Warum teilen solche Paare noch ihr Leben, wenn sie sich doch nicht mehr lieben? Eher aus Gewohnheit, sozialem Zwang, finanzieller Abhängigkeit oder der Angst vor Einsamkeit. Gewiss nicht aus Liebe.

Damit unser Partner uns etwas gibt, müssen auch wir bereit sein, zu geben. Das erfordert emotionales Engagement und Kompromissbereitschaft. Wer ab und an ein Fußballspiel seines Mannes besucht, darf auch mal einen gemeinsamen Museumsbesuch erwarten. Dabei hat Liebe jedoch nichts mit einem gegeneinander Aufrechnen zu tun, sondern vielmehr mit einem aufeinander Zugehen. Für den Partner auch mal zurückzustecken ist keine Pflicht, sondern eine Selbstverständlichkeit – zumindest dann, wenn er das gleich tut.

Was ist Liebe?

Wir wissen nun, dass Liebe Zuneigung und Wertschätzung bedeutet, Gemeinsamkeit und Verbundenheit, Kompromissbereitschaft und Engagement. Dies sind die Grundpfeiler der Liebe. Was wir darüber hinaus darunter verstehen, hängt vor allem von uns selbst ab. Denn wie jedes andere Gefühl auch, ist Liebe in hohem Maße individuell und subjektiv.

Für den einen ist sie das Gefühl von Sicherheit und Gewohntem, ein anderer wiederum will Abwechslung und ständig etwas Neues erfahren. Geborgenheit, Vertrauen, gemeinsame Erfahrungen und Zärtlichkeit würden sicher die meisten mit Liebe assoziieren. Doch so unterschiedlich die Liebe ist, so verschieden können auch ihre Ausprägungen sein. Ob man sich bis ans Lebensende ewige Treue schwört oder seine offene Beziehungen im Swingerclub auslebt, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist: Liebe macht glücklich – und zwar jeden Menschen der liebt, an jedem neuen Tag.

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